Krankheiten wie Krebs und Alzheimer entwickeln sich über viele Jahre und lösen dann erst Symptome oder gar Schmerzen aus. Dies führt dazu, dass mit Therapien erst dann begonnen wird, wenn Symptome oder Schmerzen spürbar sind.

Im Falle von Alzheimer finden sich Betroffene selbst in der eigenen Wohnung nicht mehr zurecht und können so ihre gewohnten Abläufe im Alltag wie Wäsche waschen nicht mehr ausführen und erkennen schließlich Familienmitglieder nicht mehr. Genau vor dieser Situation haben Menschen große Angst.

Könnte man Krebs und Alzheimer bereits vor dem Auftreten von Symptomen oder Schmerzen feststellen, würde dies die Chancen auf Heilung enorm erhöhen.

Die Zyagnum  AG forscht mittels der EDIM Technologie seit vielen Jahren an Möglichkeiten, Krankheiten bereits vor dem Auftreten von Symptomen zu erkennen, damit diese in der Folge besser therapiert werden können. Der PanTum-Bluttest erlaubt den frühzeitigen Nachweis von Tumoren bereits vor dem Auftreten von Symptomen oder der Streuung (Metastasierung) von Tumoren, wodurch die Heilungschancen enorm steigen.

Nun weitet Zyagnum die Forschung an der Nutzung der EDIM Technologie mit einem hochspannenden Forschungsprojekt in Kooperation mit der Universität Erlangen weiter aus und hat einen weiteren Durchbruch in der Detektion von Krankheiten vor dem Auftreten von Symptomen erlangt. Die Validierungsergebnisse zeigen bereits die Möglichkeit zum Nachweis von akuter und chronischer Neurodegeneration mittels der etablierten EDIM Technologie und neuen neuronenspezifischen Antikörpern an.

Der neue Test ermöglicht es, den Verlust von Nervenzellen auf einfache Weise mittels einer Blutprobe zu messen. Genau wie beim PanTum Detect wird bei diesem Test gemessen, wie viele Fresszellen bestimmte Proteine im Mageninhalt aufweisen. Durch den Nachweis von Proteinen, die nur in Nervenzellen vorkommen, ist es damit möglich festzustellen, wie viele Nervenproteine und damit Nervenzellen aktuell von Fresszellen aufgefressen wurden. Da Fresszellen keine gesunden Nervenzellen auffressen, sondern nur abgestorbene Nervenzellen oder Bruchstücke davon entfernen und abtransportieren, kann man mit der Überprüfung des Mageninhalts von Fresszellen, die im Blut zirkulieren, feststellen, wie stark gerade der Verlust von Nervenzellen ist. Ein gewisser Verlust von Nervenzellen ist normal. Ist der Verlust von Nervenzellen aber auf Dauer zu hoch, führt dies langfristig zu einer Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit und damit zu Symptomen. Schreitet der Verlust von Nervenzellen weiter fort, kommt es zu Vergesslichkeit und Orientierungsproblemen.

Neurodegeneration

Mit diesem neuen Bluttest für den Nachweis von Neurodegeneration möchte die Zyagnum AG zukünftig eine Möglichkeit schaffen, den übermäßigen Verlust von Nervenzellen frühzeitig und auf einfache Weise zu erkennen. So müssen Menschen nicht mehr vergessen, wer sie selbst und ihre Liebsten sind und haben die Möglichkeit, rechtzeitig therapiert zu werden und das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.

Zyagnum kann den Test derzeit selber noch nicht anbieten, was sich jedoch mit der Zertifizierung ändern wird. Hierzu wurde der Prozess der CE-Zertifizierung bereits gestartet. Jedoch bietet das Labor Biovis (Limburg) bereits heute den Test an und ist auch schon in der Lage, den Test seinen Einsendern und deren Patienten zur Verfügung zu stellen. Dies ist möglich, da Biovis das Verfahren inhouse validiert hat.