Neuroblastom

Nachweis eines Neuroblastoms und der GD2-Zielstruktur für moderne Immuntherapien

In Kooperation mit

Allgemeine Pädiatrie, Hämatologie/Onkologie Kinderklinik Tübingen

HINTERGRUND

Das Neuroblastom ist der häufigste solide, extrakranielle Tumor im Kindesalter und stellt die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache im Kindesalter dar (11%).

Mit einer neuen Immuntherapie, bei der ch14.18 Antikörper an GD2-positive Neuroblastom-Tumorzellen binden, in Kombination mit Zytokinen, die Zellen des Immunsystems zusätzlich aktivieren, kann das Überleben von Neuroblastompatienten signifikant verbessert werden.

Der Test soll Neuroblastome nachweisen, kann aber auch eine Aussage treffen, ob die Tumorzellen die für die Immuntherapie erforderlichen GD2-Antigene tragen. Da die Immuntherapien zur Behandlung von Neuroblastomen starke Nebenwirkungen zeigen, ist es sinnvoll, diagnostisch abzuklären, ob die Voraussetzungen erfüllt sind, damit die Therapie den gewünschten Erfolg zeigen kann. Auch in der Nachsorge bietet ein Test die Möglichkeit, frühzeitig mögliche Rezidive zu erkennen, die dann sofort gezielt therapiert werden können.

INFORMATIONEN:

Prof.  Dr. med. Rupert Handgretinger ist Ärztlicher Direktor der Hämatologie/Onkologie am Universitätsklinikum Tübingen und hat 2011 den Landesforschungspreis Baden-Württemberg für angewandte Forschung erhalten. Sein Forschungsschwerpunkt sind Immuntherapien zur Behandlung von bösartigen Erkrankungen im Kindesalter.

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt entwickeln wir einen Bluttest zum Nachweis von Neuroblastomen und zum Nachweis von GD2 auf der Oberfläche von Tumorzellen. Diese dienen als Zielstruktur für neuartige Immuntherapien beim Neuroblastom.