Checkpoint-Inhibitoren

Nachweis von PD-L1 und PD-L2 auf Tumorzellen

In Kooperation mit

IOZK Immunologisch Onkologisches Zentrum Köln

HINTERGRUND

Bei Checkpoint-Inhibitoren handelt es sich um Antikörper, die eine Manipulation des Immunsystems durch Tumorzellen verhindern sollen.

Um überschießende Reaktionen des Immunsystems (T-Lymphozyten) zu verhindern, verfügt das Immunsystem über eine Reihe von Mechanismen. Tumore missbrauchen diese Immunkontrollpunkte oder auch Checkpoints, um die gegen sie gerichtete Immunabwehr außer Kraft zu setzen.

Die Aktivierung von PD-1 („programmed cell death“) löst bei T-Lymphozyten die Apoptose aus. Der PD-1-Rezeptor, der auf der Oberfläche der T-Zellen sitzt, wird durch die Bindung der auf Tumorzellen exprimierten Liganden PD-L1 und PD-L2  („programmed cell death ligand“) aktiviert und hindert daraufhin die Immunzellen daran, die Krebszellen zu attackieren. Die Krebszelle entkommt so der zytotoxischen Immunreaktion.

Mit Antikörper-Therapien sollen diese Bindungen verhindert werden, damit die Immunzellen die Krebszellen attackieren können.

TESTENTWICKLUNG

Im IOZK in Köln werden diese Therapien in Kombination mit anderen modernen Therapien kombiniert. Diese verfolgen das Ziel, dass das Immunsystem die Tumorzellen überhaupt erkennt, eine nötige Voraussetzung, damit die Therapien mit modernen Checkpoint-Inhibitoren Erfolge zeigen können. Dafür wird im IOZK sehr viel Aufwand betrieben, der seinen Preis fordert.

Dr. Wilfried Stücker ist an die Zyagnum AG herangetreten, um gemeinsam einen Test zu entwickeln, der PD-1 und die Liganden PD-L1 und PD-L2 nachweisen kann. Nur wenn diese Liganden durch Tumorzellen exprimiert werden, ist eine Therapie mit den entsprechenden Checkpoint-Inhibitoren sinnvoll. Vor dem Hintergrund der hohen Kosten, die für solche modernen Therapieformen anfallen, macht eine Diagnostik, die einen Einsatz der Therapien sehr viel zielgerichteter ermöglicht, notwendig. Leider zeigen auch Therapien mit Checkpoint-Inhibitoren unangenehme und belastende Nebenwirkungen, ein weiterer Grund, diese nur einzusetzen, wenn vorab die Voraussetzungen, dass eine Wirkung eintreten kann, erfüllt sind.

LITERATUR:

Immuntherapien mit Checkpoint-Inhibitoren – Ein Bericht aus der vernetzten Integrativen Onkologie

Dr. Wilfried Stücker Forum Komplementäre Onkologie / Immunologie 2016